Dr. Eberhard "Ebby" Scheu
Hermann Toelcke
Beruf/Sozialer Status Chirurg, Familienvater mit Leib und Seele, Chefarzt der Notaufnahme
Beziehungsstatus monogam liiert mit Dr. Erich Buresch, 1 Sohn (Jonas, 16 J.)
Hobbys seine Familie, kochen, Fußball (FC St.Pauli)
Vorlieben seine Familie. Außerdem der FC St.Pauli, T.C. Boyle und Janusz Korczak, Motorradfahren, die Rolling Stones, gutes Essen und Boxen (zu seinem Bedauern nur noch theoretisch, da er als Chirurg keine Risikosportarten ausüben darf).
Und er pflegt einen großen, weit verzweigten (platonischen) Freundeskreis mit guten Verbindungen in alle möglichen Richtungen – am liebsten mit kleinen, familiären Partys oder Dinners, bei denen er für seine Freunde und seine Familie gerne (und sehr gut) kocht.
Abneigungen Käsekuchen, Vorurteile und kitschige Seifenopern.
Stärken seine Ruhe, seine Selbstbeherrschung und Gelassenheit in (fast) jeder Situation, seine Herzensgüte und sein trockener Humor.
Schwächen sein Sturkopf - wenn er sich in etwas verbissen hat, lässt er so schnell nicht wieder los.
Und es fällt ihm normalerweise sehr schwer, mit anderen – vor allem mit nahe stehenden Personen – offen über seine Gefühle, seine Sorgen und Ängste oder seinen Kummer zu sprechen: er macht seine Probleme lieber allein mit sich selbst ab.
Eigenheiten Raucher mit einer Schwäche für Pfefferminzbonbons.
Selbstbild kein strahlender Held, sondern einer, der einfach nur tut, was getan werden muss. Und ein ganz normaler und – wie er hofft – guter Vater und Ehemann, der sein Bestes gibt, um seine Familie glücklich zu machen.
Fremdbild ruhig und leicht unterkühlt, ein echter Hamburger – außer man reizt ihn bis zur Explosion.
Biografisches/Backstorys
Dr. Scheu kommt aus einem liebevollen Elternhaus. Sein Vater starb, als er 12 war, seine Mutter starb an Krebs, als er Anfang 40 war.
Anfangs hatte Dr. Scheu Probleme damit, sich seine Homosexualität endgültig einzugestehen: er wollte unbedingt Vater werden und glaubte, sich diesen Traum in einer schwulen Beziehung nicht erfüllen zu können.
Durch eine vorübergehende Beziehung mit seiner (sehr burschikosen) besten Freundin Martina und eine kurze Affäre mit seinem Kollegen Harald "Harry" Riedhoff, erkannte er aber endgültig, dass er homosexuell ist.
Einige Zeit später übernahm er eine "Besuchspatenschaft" für den damals 9jährigen elternlosen Jonas Elsing, der in einem Heim aufwuchs.
Bald darauf verliebte er sich in den jungen Notarzt Erich Buresch, mit dem er inzwischen fest liiert ist.
Vor etwa 4-5 Jahren nahm er seinen Patensohn Jonas in Dauerpflege und würde ihn auch gern endgültig adoptieren.
Dr. Scheu ist zwar Chefarzt der Notaufnahme, aber dabei kein strahlender Held in Weiß:
„Heldentaten“ - wie Leben retten oder Menschen aus schwierigen Situationen heraushelfen - sind für ihn eine Selbstverständlichkeit, die er einfach erledigt und anschließend nicht mehr erwähnenswert findet.
Aufsehen um seine Person ist ihm eher unangenehm und er vermeidet sie, wo immer es möglich ist.
Er liebt seine Familie, das Leben und seinen Beruf – aber er hasst seinen Chefsessel:
Er ist nicht Arzt geworden, um in einem Chefarztbüro zu vertrocknen und eine steile Karriere zu machen. Dass er als Chef zu seinen Kollegen professionelle Distanz einhalten sollte, liegt ihm überhaupt nicht. Und dass seine verliebte Vorgesetzte Dr. Thiessen die ganze Zeit um ihn herumschleicht, wie eine Katze um das Goldfischbecken, macht den Posten für ihn auch nicht attraktiver.
Seinen Pflegesohn Jonas liebt er inzwischen mehr als sein Leben und sein Augenlicht.
Dass Jonas langsam erwachsen und damit selbständiger und unabhängiger wird und dass er ihn nicht vor allem Gefahren beschützen kann, ist eine Tatsache, mit der er sich nur schwer abfindet – auch wenn ihm bewusst ist, dass er seinen Sohn nicht einengen darf und ihn langsam in sein eigenes Leben entlassen muss.
Mit Erich verbindet ihn eine ebenso tiefe, liebevolle und zärtliche wie auch stürmische und zeitweise krisengebeutelte Beziehung.
Am liebsten würde Dr. Scheu seine Beziehung mit Erich fest eintragen lassen.
Aber nachdem der letzte Versuch in einem gewaltigen Streit und einer mehrmonatigen Trennung geendet hatte, wagt er es nicht mehr, Erich auf das Thema anzusprechen.