Helmut Brenneke
Uwe Karpa
Alter Anfang 60
Beziehungsstatus verheiratet (Ehefrau: Marianne), 7 Kinder
Beruf/Sozialer Status Pflegedienstleiter („Oberpfleger“) in der Notaufnahme – und das nach wie vor mit Leib und Seele. Helmut ist sozusagen der Vater der Notaufnahme – seine Kollegen (manchmal sogar die Ärzte) behandelt er kaum anders, als seine sieben Kinder.
Hobbys seine Frau, seine Kinder und Enkel und sein Beruf – und außerdem Glücksspiele aller Art
Vorlieben seine Familie, seine Arbeit, ein ausgefülltes Liebesleben, Papst Franziskus – in genau dieser Reihenfolge. Außerdem Countrymusik und Karl May – und er sammelt seine Radarfallen-Fotos, als wären es Trophäen.
Abneigungen nachlässige Pfleger und Schwestern bringen ihn zur Weißglut, Konkurrenten um seinen Job oder seine Frau bekommen seinen Zorn zu spüren. Außerdem hat er eine Abneigung gegen Opus Dei, die Pius-Brüder und Richard Dawkins. Und gegen Sushi.
Stärken sein Fleiß, seine Gründlichkeit – und sein goldenes Herz. Und er kennt die Notaufnahme wie seine Westentasche.
Schwächen er ist leicht reizbar und poltert dann auch gern mal los.
Eigenheiten Helmut ist neugieriger als eine tibetanische Bergziege – sein Ohr klebt an jeder Tür, seine Augen sind überall und seine Nase steckt in jeder Angelegenheit. Hin und wieder überkommt ihn auch ein Anflug von Midlife-Crisis, bei dem er sich dann oft zu unüberlegten Aktionen hinreißen lässt.
Selbstbild der Mann, der für Ordnung sorgt – er ist unentbehrlich und ohne ihn würde alles im Chaos versinken.
(Was er allerdings gern vergisst und großzügig übersieht: für einen großen Teil des Chaos sorgt er erst mal selbst…)
Fremdbild ein kleiner Möchtegern-Napoleon (die Betonung liegt auf „Möchtegern“), mit harter Schale und weichem Kern, ein liebenswerter Chaot und ein väterlicher Ratgeber in allen Lebenslagen.
Biografisches/Backstorys
Helmut ist ein Vollblutvater und Familienmensch.
Als Einzelkind, das von allen Seiten "unter Beobachtung" gestanden hatte, wollte er es als Vater besser machen und hatte sein Möglichstes getan, um seinen Kindern dieses Schicksal zu ersparen.
Keine zehn Monate nach seiner Hochzeit war bereits sein erster Sohn Markus zur Welt gekommen. Es folgten Elisabeth, Katharina, Magdalena, Johannes, Franziska und Lukas – dann kam der Mumps und mit dem Nachwuchs war Schluss.
Opa wollte Helmut zwar nicht so schnell werden – aber als seine Tochter Elisabeth vor etwa zwölf Jahren seine erste Enkelin Chiara zur Welt brachte, hatte er sich schnell damit abgefunden und freut sich jetzt über jedes neue Enkelkind.
Ein bisschen Sorge bereitet ihm zeitweise seine Ehe: obwohl er seine Frau Marianne nach wie vor von Herzen liebt und begehrt, befürchtet er hin und wieder, dass in seiner Ehe „die Luft raus ist“ und Marianne sich möglicherweise nach etwas Besserem umsehen könnte.
Da Helmut seine Frau nach wie vor für die schönste und erotischste Frau von ganz Hamburg hält, befürchtet er ständig, dass ihm ein jüngerer und attraktiverer Mann diese Traumfrau vor der Nase wegschnappen könnte – auch wenn diese Sorge objektiv gesehen völlig unbegründet ist.
Seine Angst, irgendwann durch einen jüngeren Mann ersetzt zu werden, treibt ihn manchmal zu überraschenden Handlungen.
Sorgen bereiten ihm hin und wieder auch seine drei jüngsten Kinder, Johannes, Franziska und Lukas:
Eigentlich hatte sich Helmut auf eine ruhige Zeit gefreut, wenn „die Kleinen“ aus dem Gröbsten heraus sind. Aber inzwischen muss er feststellen, dass seine drei Jüngsten auf deutlich mehr dumme Ideen kommen, als ihre älteren Geschwister seinerzeit.
Vor allem sein mittlerer Sohn Johannes ist das schwarze Schaf der Familie.
Ein wunder Punkt in seinem Leben ist der Tod seiner kleinen Enkeltochter Angelina (2. Kind von Markus und dessen fester Freundin Veronika) vor dreieinhalb Jahren: Angelina war mit einem schweren Herzfehler auf die Welt gekommen und nach nur einer Woche gestorben.